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Andre Wüstner, Quelle: ARD

Morgenmagazin

Bundeswehr: Verband fordert Verantwortung ein

20.02.2018 | 4 Min. | UT | Verfügbar bis 20.02.2019 | Quelle: WDR

Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbands, André Wüstner, hat den Ausrüstungsstand der Bundeswehr scharf kritisiert. Der 43-Jährige erklärte: "Es ist definitiv schlimm und es fällt natürlich auch jeden Tag mehr auf. Wir haben Unmengen an Aufträgen, Einsätzen und einsatzgleichen Verpflichtungen. Da geht es schnell voran, was diese Aufträge angeht. Aber in der materiellen Ausstattung kommt man nicht schnell genug hinterher."<br><br>
Zwar werde mehr Geld für die Bundeswehr bereitgestellt, angesichts des Sanierungsbedarfs reiche dies aber nicht aus, betonte Wüstner. "Politik gibt Aufträge hinzu, aber unterfüttert nicht. Das muss sich in den nächsten drei Jahren ändern. Das Jahr 2018 wird eine Art Jahr der Wahrheit, was die Politik anbelangt", sagte Wüstner.<br><br>
Spätestens im März müsse sich der Verteidigungsausschuss mit der Einsatzbereitschafts-Lage auseinandersetzen, mit der Belastung der Truppe, aber auch mit dem Finanzbedarf: "Das ist jetzt elementar. Das Parlament kontrolliert nicht nur, sondern es hat eben auch eine Verantwortung."<br><br>
Mit Blick auf mögliche Versäumnisse der Verteidigungsministerin von der Leyen (CDU) erklärte Wüstner: "Man muss fair bleiben." Man müsse schauen, woher die Bundeswehr komme. Jetzt habe man einen Strategieprozess eingeleitet und es bewege sich schon etwas. "Der Punkt ist: Jetzt muss beschleunigt werden. Und da sind beide verantwortlich: Das Ministerium und das Parlament."