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Hans-Georg Maaßen, Quelle: WDR

Morgenmagazin

Cyberangriffe: Maaßen fordert Befugnisse für Gegenangriffe

14.05.2018 | 4 Min. | UT | Verfügbar bis 14.05.2019 | Quelle: WDR

Der Präsident des Bundesverfassungsschutzes Hans-Georg Maaßen hat vor einer Zunahme von Cyberangriffen gewarnt. Ausländische Nachrichtendienste hätte bereits vor zehn Jahren entdeckt, "dass der Cyberraum ein sehr probater Raum ist, um Angriffe durchzuführen, Spionage, Sabotage und auch Einflusskampagnen. Und wir müssen uns dagegen aufstellen und rüsten und wehren".
Maaßen betonte die Notwendigkeit, Sicherheitslücken zu schließen. Zudem warnte er davor, dass durch Desinformationen Falschmeldungen in sozialen Netzwerken gestreut werden. Weiterhin müssten sich die Behörden selbst in einer Weise ertüchtigen, dass man nicht immer selber Opfer werde. Maaßen sprach in diesem Zusammenhang von "Hack-Back", also einem Gegenangriff auf Eindringlinge im Datennetz, für den bislang allerdings eine rechtliche Grundlage fehlt.
Maaßen: "Auch in Deutschland, glaube ich, braucht man die Möglichkeit, sich auf diese Art und Weise zu wehren." Hack-Back sei ein sehr weites Feld, sagte Maaßen. "Es ist nicht nur ein Begriff, eine Technik, sondern es geht darum, dass zum Beispiel deutsche Informationen, wie seinerzeit beim Cyberangriff auf den Deutschen Bundestag, die abfließen, auch von uns nachverfolgt und gelöscht werden können auf einem anderen Server. Dass wir auch ausspionieren können, was unser Gegenüber mit diesen Daten machen will und was für Ziele verfolgt werden. Letztendlich versteht man unter Hack-Back natürlich auch, dass man, wenn ein Angriff unmittelbar bevorsteht, insbesondere ein Sabotageangriff, dass man in der Lage ist, den Gegner so zu schädigen, dass dieser Sabotageangriff nicht erfolgreich ist." Es müsse darüber diskutiert werden, ob die Sicherheitskräfte die Befugnisse bekommen, sagte Maaßen.