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Italiens Kandidat für das Amt des Premierministers Giuseppe Conte, Quelle: ARD

Morgenmagazin

Italien: Gescheiterte Regierungsbildung

28.05.2018 | 2 Min. | UT | Verfügbar bis 28.05.2019 | Quelle: WDR

In Italien ist die geplante europakritische Regierungskoalition geplatzt. Der designierte Ministerpräsident Conte gab seinen Auftrag zur Regierungsbildung zurück. Nun scheint eine Übergangsregierung ebenso möglich zu sein wie Neuwahlen.<br><br>
Er habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, sagt Staatspräsident Sergio Mattarella. Aber am Ende bringt er eine Regierungskoalition und eine Regierung zu Fall, noch bevor sie mit der Arbeit begonnen hat.<br><br>
Am Abend war der designierte Ministerpräsident Giuseppe Conte noch einmal auf den Quirinalshügel gekommen, den Amtssitz des Staatsoberhauptes, um seine Ministerliste absegnen zu lassen. Doch Mattarella legte sein Veto ein. "Ich habe alle Vorschläge für die Ministerien akzeptiert", erklärt er. "Außer den für das Wirtschaftsministerium. Ich habe um einen starken politischen Kandidaten aus der parlamentarischen Mehrheit gebeten, der sich mit dem Programm identifiziert."<br><br>
Die ihm vorgeschlagene Person für das Wirtschaftsministerium sei häufig als Vertreter einer Linie aufgefallen, die am Ende den Austritt Italiens aus dem Euro bedeuten könnte. <br><br>
Gemeint war Paolo Savona. Der 81-Jährige war zuletzt zur Nagelprobe für die neue Regierung geworden. Der Wirtschaftsfachmann hatte in den letzten Jahren immer radikalere Töne angeschlagen. Er hatte nicht nur gegen den Euro und die EU gewettert, sondern auch heftig gegen Berlin geschossen.