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Service: Zehn Irrtümer zur Trennung, Quelle: WDR

Morgenmagazin

Service: Zehn Irrtümer über die Trennung

04.03.2019 | 3 Min. | UT | Verfügbar bis 04.03.2020 | Quelle: WDR

1. Paaren gehört alles gemeinsam, bei der Scheidung wird geteilt
Das stimmt nicht. Für Eheleute gilt der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft, wenn nichts anderes in einem Ehevertrag vereinbart wurde. Bei der Zugewinngemeinschaft gehört das Vermögen, das ein Partner zu Beginn der Ehe hat, weiterhin ausschließlich ihm, auch was er während der Ehe verdient. Wird die Ehe geschieden, kommt es auf Wunsch der Ehepartner zum Zugewinnausgleich, d.h. das während der Ehe erwirtschaftete Vermögen wird gleichmäßig auf beide verteilt.
2. Gegen den Willen des anderen ist eine Scheidung nicht möglich
Eine Ehe kann natürlich gegen den Willen des Partners geschieden werden - und auch nicht erst nach drei Jahren, wie ein anderer Irrtum in diesem Zusammenhang lautet.
3. Bei einer Scheidung kann ein Anwalt beide Parteien vertreten
Nein, derselbe Rechtsanwalt darf nie beide Parteien vertreten, das verbietet die Berufsordnung. Er darf die Gegenseite auch nicht beraten oder Informationen herausgeben.
4. Reicht der schlechter Verdienende die Scheidung ein, wird es billiger
Das stimmt nicht. Der sogenannte Verfahrenswert wird anhand der Nettomonatseinkommen beider Partner sowie des vorhandenen Vermögens ermittelt.
5. Die Frau bekommt automatisch das Sorgerecht für die Kinder
Falsch. Nach einer Scheidung behalten beide Eltern das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder, es sei denn, einem Elternteil wird vom Gericht das alleinige Sorgerecht zugesprochen.
6. Es ist schwer, den früheren Namen zurückzubekommen
Nach einer Scheidung dürfen die ehemaligen Eheleute jederzeit wieder ihren früheren Namen annehmen. Dafür muss der Betreffende einen Antrag beim Standesamt stellen.
7. Nach der Scheidung gibt es für den Ex-Partner keinen Unterhalt
Das stimmt nicht immer. Jeder muss nach der Scheidung wieder selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen. Ausnahmen: Ein Partner hat während langer Ehe keinen Job ausgeübt, kann aufgrund seines hohen Alters keinen Job mehr finden, Krankheit, Behinderung,…