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Carsten Schneider, Christiane Meier, Quelle: WDR

Morgenmagazin

Währungsfonds: SPD drückt aufs Tempo

17.04.2018 | 5 Min. | UT | Verfügbar bis 17.04.2019 | Quelle: WDR

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion Carsten Schneider hat vor dem Besuch des französischen Präsidenten Macron in Deutschland die Union aufgefordert, ihre Widerstände gegen einen Europäischen Währungsfonds aufzugeben.
Er habe die Bedenken der Union überrascht zur Kenntnis genommen. "Die Kanzlerin und Herr Seehofer als CSU-Vorsitzender haben den Koalitionsvertrag unterschrieben." Der Vetrag sei ziemlich eindeutig eine Antwort auf die Vorschläge, die Macron und die Europäische Union gemacht hätten. "Es ist im besten deutschen Interesse. Denn unsere Währung ist unvollständig. Wir waren in der Banken- und Eurokrise angewiesen auf den Internationalen Währungsfonds."
Europa könne seine Probleme selbst lösen, betonte Schneider. "Ich brauche da keine Amerikaner oder niemand sonst, der uns da rein quatscht. Das können wir selbst lösen. Und dafür brauchen wir dann einen Europäischen Währungsfonds." Mit ein wenig Menschenverstand setze sich diese Position vielleicht auch in der Union durch.
Es werde Zeit, dass sich Deutschland der Verantwortung bewusst werde. "Es gibt jetzt ein Zeitfenster, und das endet mit der Europa-Wahl", sagte Schneider. "Das Zeitfenster ist einmalig. Wir werden einen französischen Präsidenten haben, der gewählt wurde mit dem pro-europäischen Kurs ." Wenn jetzt gezögert werde, sei die Chance vertan.